„Bildungschancen durch Diversity-Kompetenz“ – ein Bildungsausflug mit dem AJ3 und dessen Statement

„Bildungschancen durch Diversity-Kompetenz“ – ein Bildungsausflug mit dem AJ3 und dessen Statement

Am Freitag, den 23. Februar 2018 besuchte das AJ3 in Begleitung von Frau Depser und Frau Just-Sommerey die Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg. Ziel der Reise war die aktive Teilnahme an einer schulartübergreifenden Tagung, die im zweijährigen Rhythmus stattfindet und hochkarätige Persönlichkeiten  aus den Bereichen  Pädagogik und Diagnostik  aufweist.

Wie der Titel der Tagungsreihe schon vermuten lässt, stand der Schwerpunkt der Veranstaltung unter dem Motto „individuell fördern“, was  den Ausbildungsinhalten von Förderlehrern entspricht. Von 9.00 Uhr bis 17.15 Uhr konnten sich alle Teilnehmer*innen in insgesamt 20 Vorträgen, Foren und Workshops informieren. Die Bandbreite des Angebots war groß und beinhaltete u.a. Pädagogische Diagnostik, Hochbegabung, Diagnose und individuelle Förderung von Lernprozessen, Potenzialanalyse, individuelle Förderung durch Feedback, individuelle Förderung im Rahmen der Inklusion an der Grundschule, Sprachförderung mit dem Lernszenario, individuelle Wege zum Rechnen im neuen Zahlenraum und die Gestaltung anschlussfähiger Bildungsprozesse im Fachbereich Zahlen und Operationen.

Die Kombination der Referenten von Fachleuten aus der Forschung und aus der Praxis verknüpfte Theorie und Praxis auf ideale Weise. Unsere Studierenden hatten somit die Gelegenheit zum einen in den Vorlesungen „Universitätsluft“ zu schnuppern und zum anderen in den Workshops mit ihrem  umfangreichen Wissen aus zweieinhalb Ausbildungsjahren am Institut  zu glänzen.

Für das leibliche Wohl wurde sowohl durch das Angebot der Mensanutzung in der Mittagspause als auch durch die Bereitstellung von Kaffee und Kuchen in den Pausen zum Raumwechsel gesorgt.

Das Abschluss-Forum führte auf prägnante Weise noch einmal die im Laufe des Tages vorgestellten Themen zusammen und diskutierte diese – vor allem in Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis - mit Vertretern aus Universitäten, Schule, ISB und Lehramtsstudium.

Alles in allem war es ein langer Tag, der die dringende Notwendigkeit und den großen Bedarf an hochqualifizierten Förderlehrern wieder einmal unterstreicht!

(J-S; DE)

 

Unsere Meinung - ein Statement des AJ 3

Von uns Studierenden des AJ 3 eine kurze Rückmeldung zur Tagung "Individuell fördern" an der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg im Rahmen der Schulpädagogik am Freitag, dem 23.02.2018:

Im Austausch mit Teilnehmern und Referenten in den Workshops hat sich gezeigt, wie groß unserer Meinung nach der Nachholbedarf bei den Lehramtsstudenten an den Universitäten, aber auch bei den bereits ausgebildeten Lehrkräften, im Bereich des individuellen Förderns ist.

Wir hatten den Eindruck, dass der Blick hinsichtlich des individualisierten Lernens im Klassenverband bereits in die richtige Richtung geht, aber noch Potenzial nach oben besteht. Methodische Ansätze wie Feedbackkultur, Lernszenarien im Bereich DAZ oder gute Aufgaben in der Mathematik stellen für uns selbstverständliche Voraussetzungen für eine zeitgemäße Unterrichtgestaltung bzw. Förderarbeit an den Schulen dar und  sollten in den Workshops und Vorträgen stärkere Beachtung finden.

Schade auch, dass viele Teilnehmer und Referenten wenig mit dem Berufsbild des Förderlehrers anzufangen wissen. So wurde der Beruf des Förderlehrers während der ganzen Tagung nur ein einziges Mal genannt.

Unser Fazit: An diesem Tag wurde uns deutlich, welch fundierte und detaillierte Ausbildung wir am Staatsinstitut in Bayreuth genießen dürfen. Wir fühlen uns gut auf unser bevorstehendes Referendariat vorbereitet und denken, dass wir als zukünftige Förderlehrer eine Bereicherung für die Schulen und Lehrkräfte darstellen werden.

(Studierende des AJ 3)