Berlinfahrt des AJ 3 2017 - „Von einem (Kurs), der auszog, (Berlin) das Fürchten zu lernen“

Berlinfahrt des AJ 3 2017 - „Von einem (Kurs), der auszog, (Berlin) das Fürchten zu lernen“

Am Mittwoch, den 19.07.2017 begab sich der Abschlussjahrgang AJ 3 auf eine Reise in die Bundeshauptstadt. Unter der beiden Dozentinnen A. Neubauer und I. Thieme bestieg man frohen Mutes den Bus und fuhr los. Am frühen Nachmittag erreichte das AJ3 Berlin. Über den Alexanderplatz mit seiner berühmten Weltuhr, ging es mittels  S-Bahn zu den verschiedenen Wahrzeichen der Stadt. Dieser erste Abend stand ganz im Zeichen des Ankommens und Orientierens in der Millionenstadt. Entlang der Spree wurde flaniert, zahlreiche Fotos zur Erinnerung wurden geschossen und das Leben – jetzt mit bestandenem Staatsexamen – einfach gefeiert. Kulinarisch hatte man sich bereits im Vorfeld um einen Tisch im Eventlokal „Pirates“ bemüht. Hier kam dann der eine oder andere zum ersten Mal in unmittelbaren Kontakt mit der berühmten Berliner Schnauze. Sehr direkt im Umgangston, zuweilen vielleicht etwas schroff wirkend, aber so ist er nun mal, der Hauptstädter.

Der nächste Tag bediente den kulturellen Anspruch dieser Bildungsreise. So wandelte man – auf den Spuren der deutschen Geschichte – entlang der Überreste der innerdeutschen Mauer, ging durch das Brandenburger Tor hindurch, warf einen Blick auf den Regierungssitz unseres Staates, den Reichstag. Einen Moment des Innehaltens und Verweilens gab es am Holocaust-Mahnmal, das sehr eindrucksvoll die unfassbare Grausamkeit der NS-Zeit widerspiegelt und zum Nachdenken anregt. Neben der Siegessäule gab es auf dem weiteren Weg durch die Metropole noch zahlreiche Monumente der Geschichte, die sich das AJ3 ansah, deren Aufzählung den Rahmen aber sprengen würde. Nach einem langen Tag mit vielen Metern in den Beinen ließ man es sich im „Que Pasa“, einem mexikanischen Restaurant gutgehen. Da sich inzwischen auch der Leiter des Staatsinstituts, Herr Dr. Engelhardt, in Berlin eingefunden hatte, gab es viele nette Sprech- sowie Trinkanlässe. Schließlich waren die gemeinsamen Tage am Staatsinstitut ja vorüber und man schwelgte gemeinsam in so mancher schöner Erinnerung.  Auch der schönste Abend endet einmal und so trat man den Heimweg an, jedoch nicht ohne entweder seine motorischen Fertigkeiten im Salsa unter Beweis zu stellen oder alternativ den Abend bei einer „Berliner Weiße“ im Liegestuhl ausklingen zu lassen. Beide Varianten hatten ihre Anhänger.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bot der Freitag die Möglichkeit der individuellen Gestaltung an. So teilte sich das AJ3 in Kleingruppen auf und gab sich Kultur, ausgedehnten Shoppingtouren, Sightseeing u.a. Dingen hin. Der letzte gemeinsame Abend sollte noch einmal die Lachmuskeln aller Teilnehmer beanspruchen. Im Kleinkunsttheater „Bühnenrausch“ wurde dem AJ3 und ein paar weiteren Gästen ein Improvisationstheater geboten, das es in sich hatte. Mit viel Herzblut, Kreativität, Witz, guten Ideen war es ein rundum gelungener Abend für uns alle. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Improvisationstheater in „Lack und Leder endet“…

An dieser Stelle – im Namen des gesamten AJ3 – ein herzliches Dankeschön an Dr. Engelhardt, Dr. Thieme und Dr. Neubauer für vier herrliche Tage in Berlin. Es war ein tolles Erlebnis und ein mehr als würdiger Abschluss unserer Zeit am Staatsinstitut. Haben Sie vielen Dank.           

Bernd Übelacker