Die Präsidentin des BLLV am Staatsinstitut in Bayreuth

Die Präsidentin des BLLV am Staatsinstitut in Bayreuth

Am 06. Dezember besuchten die Präsidentin des BLLV, Simone Fleischmann und der Leiter der Fachgruppe Hochschule im BLLV, Herr Dr. Klaus Wild das Staatsinstitut in Bayreuth.

In einer ersten Gesprächsrunde konnten die Studierendensprecher ihre Fragen und Anliegen an Simone Fleischmann richten. Die Studierenden wollten wissen, wie sich der BLLV für die Berufsgruppe der Förderlehrer einsetzt. In einem regen Gedankenaustausch wurden verschiedene Aspekte beleuchtet. So wurde beispielsweise darüber diskutiert, ob für Förderlehrer eine neue Berufsbezeichnung gefunden werden sollte, weil Förderlehrer oft mit Sonderpädagogen verwechselt werden. Es wurden verschiedene Vorschläge diskutiert und die Studierenden waren der Meinung, dass „Fachlehrer für individuelle Förderung“ eine durchaus aussagekräftige Dienstbezeichnung wäre. In einem weiteren Gesprächspunkt wurden Pro und Contra der Notengebung durch Förderlehrer diskutiert. Ob es sinnvoll ist, die Ausbildung auf Bachelor bzw. Master-Studium weiterzuentwickeln wurde ebenfalls mit den Studierenden besprochen.

In einer großen Gesprächsrunde wurde die Diskussion zusammen mit der Institutsleitung und einigen Dozenten fortgeführt. In einer angeregten Diskussion wurden einige Punkte weiter vertieft und durchaus auch kontrovers diskutiert. Ob ein Abschluss für Förderlehrer im Bachelor-Master-System Vorteile bringen würde oder ob die Anbindung der Ausbildung an universitäre Strukturen sinnvoll wäre waren Inhalte dieser Diskussion. Aber auch über pädagogische Themen wurde sich ausgetauscht. Trotz unterschiedlicher Ansätze herrschte Konsens darüber, dass individuelle Förderung eine Mischung aus exklusiver und integrativer Förderung sein sollte. Außerdem sieht auch der BLLV einen Mehrbedarf an gut ausgebildeten Förderlehrern. Ideal wäre aus Sicht der Institutsleitung wenn ein Förderlehrer für maximal 3-4 Klassen zuständig wäre.

In den letzten Jahren wurden die meisten Studierenden nach der Ausbildung in anderen Regierungsbezirken eingesetzt. Da die Praktika ein wesentlicher Teil der Ausbildung sind, wäre es aber gerade für die Praktikumsschulen wichtig, Förderlehrer an den Schulen zu haben, die selbst die „neue“ Förderlehrerausbildung durchlaufen haben.

Denn dass die Ausbildung hier am Staatsinstitut in Bayreuth eine hohe Qualität hat, darüber waren sich alle Anwesenden einig!