Aufnahmeverfahren

Gemäß § 3 der Studienordnung entscheidet das Staatsinstitut in einem jährlich durchzuführenden Aufnahmeverfahren über die Vergabe der vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellten 30 Ausbildungsplätze.

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind das Mindestalter von 16 Jahren, ein Mittlerer Schulabschluss und ein entsprechendes Ergebnis bei der Zulassungsprüfung. Diese „...hat den Zweck, die grundsätzliche Eignung des Bewerbers für die spätere Tätigkeit als Förderlehrer zu ermitteln.“ ( § 5 (3) der Studienordnung)

Die Zulassungsprüfung besteht aus zwei Teilen, der mündlichen und der schriftlichen Prüfung. Wegen der in den letzten Jahren stark angestiegenen Zahl an Bewerbern werden die beiden Prüfungsteile an verschiedenen Tagen durchgeführt, wobei die schriftliche Prüfung der mündlichen vorausgeht.

1. Schriftliche Prüfung:

Die schriftliche Prüfung besteht aus mehreren Prüfungsteilen, die mittels Punktwertung beurteilt werden:

  1. Mathematik Rechenfertigkeit, Rechenfähigkeit, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen (mit Taschenrechner; ohne Formelsammlung)
  2. Deutsch Rechtschreiben, Grammatik, Schriftlicher Ausdruck (keine Hilfsmittel erlaubt)

Übungsmaterialien und weitere Hinweise zur Zulassungsprüfung werden nicht herausgegeben.

Das Staatsinstitut teilt nach Abschluss der schriftlichen Prüfung jedem Teilnehmer in einem gesonderten Schreiben das von ihm erreichte Ergebnis mit: Prüflinge auf Rang 1 bis 60 werden zur mündlichen Prüfung eingeladen. Prüflinge ab Rang 61 haben die schriftliche Zulassungsprüfung nicht bestanden und erhalten ihre Bewerbungsunterlagen zurück.

2. Mündliche Prüfung:

Die mündliche Prüfung wird in Form eines 45 Minuten dauernden Gruppengesprächs mit 3 bis 4 Teilnehmern sowie eines gruppendynamischen Planspiels am Ende des jeweiligen Prüfungstages durchgeführt. Im Mittelpunkt des Gruppengesprächs stehen Fragen, die mit der späteren Berufsausübung zusammenhängen. Die Prüfer führen über jedes Gespräch und das Planspiel Protokoll und beurteilen unmittelbar daran mittels einer Punktwertung die jeweils erbrachte Leistung. Prüflinge, die bei der mündlichen Prüfung 0 - 30% der Gesamtpunktzahl erreicht haben, haben die Zulassungsprüfung nicht bestanden und erhalten ihre Bewerbungsunterlagen zurück.

3. Festlegung der Platzziffer und Zulassung zur Ausbildung:

Gemäß der jeweils in der schriftlichen und mündlichen Prüfung erreichten Gesamtpunktzahl wird den Teilnehmern die entsprechende Platzziffer zugewiesen. Für die Prüflinge mit Platzziffer 1 - 30 wird die Zulassung zur Ausbildung ausgesprochen. Die Prüflinge mit Platzziffer 31 - 60 stehen auf der Nachrückliste. Eventuell durch Nichtannahme bzw. Rücktritte frei werdende Ausbildungsplätze werden von dort aus in der Reihenfolge der erreichten Platzziffern besetzt.

Anmerkung:

Das Staatsinstitut informiert die Bewerber jeweils schriftlich über Termine und Ergebnisse der Zulassungsprüfung. Im Falle des Nichtbestehens kann der Eignungstest im darauffolgenden Jahr noch einmal abgelegt werden.